Rietberg (rdp). Der St. Patrick’s Day ist einer der wichtigsten Feiertage in Irland zum Gedanken an den Namenstag des Heiligen Patrick (17. März). Eine Kostprobe der irischen Lebensfreude anlässlich dieses Tages konnten die Zuschauer in der Cultura bereits wenige Tage zuvor beim Irish Heartbeat Festival erleben: Handgemachte Musik in anspruchsvoller Singer- und Songwriter Qualität, traditionell und mitreißend und am Ende eine Session, die die Zuschauer zum Mitfeiern animierte.
„Dürfen wir wiederkommen“, fragte Petr Pandula, Manager der Tour mit 37-jähriger Erfahrung, das Publikum und bekam als Antwort riesigen Applaus. Er selbst ist auch Musiker, hat u.a. in Tübingen studiert und war im markanten grünen Anzug nicht zu übersehen. Denn grün steht für die Natur Irlands und am Feiertag soll es auf der Insel sogar Tradition sein, grüne Kleidung zu tragen. Somit hatte sich die heimische kulturig farblich angepasst und die typischen Getränke – allen voran Guinness – im Angebot.
Was mit einem „Ohhh“ begann, endete mit einem begeisterten „Ahhh“. Denn kurz vor der Tour hatte der angekündigte bretonische Instrumentalist Yann Honoré einen Unfall und musste kurzerhand ersetzt werden. Mit Julia-Maria (26), einer irischen Sängerin, die eigene Texte schreibt und zudem auch Cello spielt, wurde mehr als ein Ersatz gefunden. „Die Stimme ist Wahnsinn“, fassten viele Gäste hocherfreut zusammen. Das natürliche Auftreten auf der Bühne und im Foyer war ein weiterer Pluspunkt für Julia-Maria, die aufgrund der kurzfristigen Verpflichtung kein eigenes Merchandising im Koffer hatte.
Eva Coyle mit Band gilt als „musikalisches Juwel“ der Insel. Ihre ausdrucksvolle Stimme beeindruckte ebenso wie ihre Kunst das irische Akkordeon (Concertina) zu beherrschen. Sowohl im Einklang mit ihrem Gitarristen und vor allem auch ihrer „Fiddlerin“ wechselte sie zwischen leicht melancholischen Klängen bis hin zu kraftvollen Tönen, die am liebsten mitgetanzt wurden.
Mark O’Donnell, Emily Donoghue, Harry Lawler, Andy Dempsey und Andrew Cronin – kurz Billow Wood – stehen ganz oben auf der Wunschliste, wenn es um irische Musik geht. Die Mischung aus Tradition und Innovation macht ihren Stil aus. „Freuen sie sich auf viele traditionelle Instrumente“, hatte sie Petr Pandula angekündigt. Von Harfe, Fiddle, Tin Whistle, Bodhrán, Akkordeon bis hin zur Gitarre wurde alles mit großer Energie präsentiert, dazu gesellte sich mehrstimmiger Gesang, wobei auch jedes einzelne Bandmitglied als Solist brillierte.









