Weihnachtsbaum gerettet – Stadtmarketing bleibt

Rat votierte bei erneuter Abstimmung nach 22 zu 22 gegen Auflösung der Stadtmarketing GmbH

Rietberg (dg). CDU und FDP hatten noch einmal beantragt die Stadtmarketing GmbH aufzulösen. In der Ratssitzung am 26. Februar 2026 waren sie damit zunächst erfolgreich, hatten die Mehrheit, weil zwei UWG-Parlamentarier bei der Abstimmung fehlten. Schock bei den anderen Parteien. Empörung und emotionale Diskussion brannten auf. Vorwurf der Überrumpelungs-Taktik stand im Raum. Bürgermeister Sunder, aufgrund der Vorgehensweise von CDU/FDP, damals stark angefressen, beanstandete den Beschluss, weil er gegen geltendes Recht verstößt. War seinerseits erfolgreich, denn der Antrag stand nicht auf der Tagesordnung zur Sitzung, sodass sich die anderen Parteien vorbereiten konnten. Ordnungsgemäß wurde in der letzten Sitzung am 21. Mai, der Februar Beschluss einstimmig vom Rat aufgehoben. Und wieder ging es ums gleiche Thema: Auflösung der Stadtmarketing GmbH zum 31.12.2026. Zunächst verlas Kämmerer Florian Kapp die Sachdarstellung der Verwaltung. Hebt dabei die Attraktivitätssteigerung des Stadtkerns durch die GmbH hervor. Nennt Organisatonsaufgaben lange bestehender Veranstaltungen. Zuschüsse und steuerliche Betrachtungen, verwaltungsseitig fein durchdacht. In der folgenden Diskussion hinterfragt Bürgermeister Sunder noch einmal die Arten der Veranstaltung. Gibt es keinen Weihnachtsmarkt mehr, verkaufsoffene Sonntage, die Weihnachtsbäume in der Stadt und den vorm Rathaus? Generell wird auch von den Parteien über Organisations-Strukturen diskutiert. Niemand spricht die Kernaufgabe von Stadtmarketing in Rietberg an. Doch, Judith Wulf appellierte in der Februar-Sitzung so treffend: Ziel- die Marke Rietberg entwickeln! Das hob auch jetzt Talarico (CDU) in den Mittelpunkt des Handelns. Sein Parteikollege Christian Brockschnieder unterstreicht warum die CDU die Auflösung will. „Nutzen steht in keinem Verhältnis zu eingesetzten Mitteln. Statt Leerstände zu bekämpfen, liegt der Schwerpunkt der GmbH auf Veranstaltung-Organisation. Die Ergebnisse bisher sind nicht überzeugend! Christiane Schneiders (SPD) „Wir müssen über Inhalte reden…). Der Eindruck bleibt– alle reden aber bisher am Thema vorbei. Bei der Abstimmung hatten CDU – FDP – AFD mit 22 Stimmen für die Auflösung votiert. 21 Stimmen kamen von UWG – Grüne – Linke – SPD und Sunders Stimme waren ebenfalls 22. Bei Gleichstand gilt der Antrag als abgelehnt. Bei der CDU fehlte Ratsherr Isenborth, sonst wäre das Ergebnis anders ausgefallen. Man darf gespannt sein wie es nun weitergeht. Der Tannenbaum vorm Rathaus ist zunächst erst mal gerettet.