Rietberg (dg). Schul-, Kultur-, Sportausschuss tagten gemeinsam mit Bau und Verkehrsausschuss im Ratssaal des Alten Progymnasiums. Grund: nach Kassenlage wurden Sanierungs-Beschlüsse alternativ überdacht. 2022 war man davon ausgegangen, nach Neubau des Gymnasiums, den freien gesamten Gebäudeteil A für Kosten von rund 27 Mio. Euro (Kalkulation 2021) zu sanieren, ohne PCB-Schadstoff-Beseitigung und Mobiliar. Das Vorhaben vorschob die Politik allerdings ins Jahr 2024. Dann sollte es wieder aufgenommen werden und der Bau einer Dreifach-Turnhalle wurde zunächst zurückgestellt. Kosten sollten dabei aber nicht das Niveau vom neuen Gymnasium erreichen (rund 39 Mio.). Nicht darstellbar, meldeten die Experten. Erste aktualisierte Kostenschätzung lag 2025 bei 45 Mio. Euro, ohne weitere Steigerungen bis zum Projektabschluss. Eine Arbeitsgruppe tagte am 19. März und diskutierte Themen wie: Entwicklung der Schülerzahlen (bleibt relativ konstant bei 1.100), Optimierung von Raum u. Flächen (Sanierung 7.900 qm / Neubau rund 5.000), Doppelnutzung von Räumen beider Schulformen Gymnasium und Gesamtschule. Ein heikles Thema, das im Hintergrund schon heiß diskutiert wurde. Muss pädagogisch vertretbar sein.
Beispiel Mensa Gymnasium: Kapazität von deutlich über 1.000 Mittagessen täglich. Wä-re Platz für neue Gäste. Zu Beginn der Sitzung standen drei Beschlussvorschläge zur Abstimmung. Erstens: Aufhebung der bisherigen Sanierungs-Variante, zweitens: Herrichtung von Gebäudeteil E / Umzug der Gesamtschule, drittens: Planung eines Neubaus.
Dazu gab es natürlich Stellungnahmen der Parteien, wurde aber eine extrem kurze Sitzung. Vorab der Bürgermeister (BM) mit einigen Vorschlägen. Schulen bei Planung mit einbeziehen, keine Diskussion über Doppelnutzung in der Sitzung, Arbeitsgemeinschaft (AG) sollte weiter aktiv bleiben, Planungsprozess bis zur Genehmigung braucht einige Monate, Projekt-Planung im Rathaus, Ausschreibung über externe Berater. Dann eine kleine parlamentarische Sternstunde. CDU-Fraktionschef Talarico stimmt BM ohne Einschränkung zu. Wünscht sich aber enge Informationen durch AG. Ralf Böwingloh (FDP) erinnert, dass seine Fraktion die Sitzung beantragt hat. Plädiert für eine gute Schule und kein Prestige-
Objekt. Appelliert an die Schulen: „Arbeiten Sie zusammen!“. Bonen (UWG) sieht Preis-Reduktion bisher durch weniger Bauvolumen und hofft auf generelle Sparvorschläge. Esken (SPD) empfindet die Abstimmung nicht als Rolle, müssen nach vorne schauen. Schürhoff (Grüne) stimmen voll dafür, wollen frühzeitig Planungen sehen. Herr Ernst, Leiter Gesamtschule, sieht noch keine optimale Lösung, alles auseinander gerissen. Die Abstimmung über die Neuausrichtung folgte mit Auftrag an die Verwaltung einstimmig.


