Lagerhalle stand am Morgen lichterloh in Flammen

Großbrand auf landwirtschaftlichem Anwesen in Druffel – Feuerwehr musste viel improvisieren

Druffel (ei). Ein Großbrand hat in den frühen Morgenstunden ein landwirtschaftliches Anwesen in Druffel nahezu vollständig zerstört und einen der größten Feuerwehr­einsätze der vergangenen Monate ausgelöst. Als die ersten Kräfte eintrafen, stand ein Großteil der Lagerhalle bereits lichterloh in Flammen. Dichte Rauchschwaden zogen über die Felder in Richtung Neuenkirchen. Der Brand war gegen 5.20 Uhr entdeckt worden, die Kreisleitstelle in Gütersloh wurde alarmiert. Nur Minuten später rückten die Löschzüge Neuenkirchen, Rietberg und Mastholte und Lintel an. Besonders problematisch war die Löschwasserversorgung im Randgebiet zu Rheda-Wiedenbrück. Trotz des parallel ausrückenden 10.000-Liter-Abrollbehälters des Kreisfeuerwehrverbandes reichte das Wasser zunächst nicht aus, um den massiven Brand einzudämmen. Am Sportplatz wurde ein Unterflurhydrant angezapft, berichtete Pressesprecher Christian Niermann. So standen in Hochzeiten sieben wasserführende Fahrzeuge zur Verfügung, die das Löschwasser an die Brandstelle brachten. Am Sportplatz wurde ein 5000-Liter-Becken aufgebaut, aus dem die Tanklöschfahrzeuge befüllt werden konnten.

Organisatorisch wurde die Einsatzstelle in drei Abschnitte unterteilt, zum einen die Brandbekämpfung, die Lösch­wasserversorgung sowie
für die Atemschutzgeräteträger. Die Einsatzleitung übernahm Stadtbrandinspektor Matthias Setter, Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper machte sich während der Lösch­arbeiten ein Bild des Geschehens.

Immer wieder mussten die Einsatzkräfte improvisieren, Leitungen verlegen und Wasser im Pendelverkehr heranschaffen. Rund eine Stunde nach dem ersten Alarm wurden deshalb zusätzlich die beiden Tanklöschfahrzeuge 4000 aus Wiedenbrück und Rheda nachgefordert – so dass weitere 8000 Liter Wasser im Pendelverkehr zur Verfügung standen.

Währenddessen breitete sich der Brandrauch weit über das Gelände hinaus aus. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung eindringlich vor möglichen Gesundheitsgefahren.

Zwar gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern, doch durch Rauch und Lösch­wasser ist die Unterkunft zunächst nicht bewohnbar.

Die Hitze war so intensiv, dass selbst mehrere vor dem Gebäude abgestellte Pkw in kurzer Zeit vollständig ausbrannten. Funkenflug und einsturzgefährdete Gebäudeteile erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich.