Rietberg (dg). Als der Notruf in der Zentrale am Freitag, 19. Juni, gegen 20.50 Uhr eintraf, wurden die Löschzüge Rietberg und Neuenkirchen alarmiert. Ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus „Am Emspark 1“ war die Ursache. Ein aufmerksamer Hausbewohner hatte aufgrund eines ungewöhnlichen Knallgeräusches den Notruf gewählt. Was die Einsatzkräfte vorfanden, war mehr als ein üblicher Kellerbrand. Das Speichersystem einer Photovoltaikanlage hatte sich entzündet und sollte die Feuerwehr mehrere Stunden beschäftigen. Unter Atemschutz sichteten zwei Einsatzkräfte die Lage vor Ort, bemerkten eine plötzlich starke Rauchentwicklung und zogen sich aus Sicherheitsgründen zunächst zurück. Das hat sie instinktiv vor größeren Verletzungen bewahrt, denn es kam im Batteriespeicher zu einer Durchzündung, bei der gewaltige Stichflammen nach außen drangen. Im Keller brannte der Speicher, ein Koloss mit einem Gewicht von über 500 kg und einer 55 KW Speicherkapazität, extrem stark. Dabei können gesundheitsgefährdende Dämpfe entstehen. Die Löscharbeiten gestalteten sich für die 75 Einsatzkräfte schwierig. Nur mit massivem Wassereinsatz gelang es, gegen Mitternacht den Brand zu löschen. Andere Löschmittel eignen sich für derartige Brände nicht. Sicherheitshalber wurde der Strom um den Einsatzbereich abgeschaltet. Eine größere Anzahl Haushalte war zeitweise ohne Energieversorgung. Sechs Wohnungen im Gebäude waren zunächst nicht bewohnbar. Eine Brandursache ist noch unklar. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 500.000 Euro.
Fotos: Feuerwehr Rietberg


