Rietberg (dg). Zweimal wurde ein Heimatpreis von der Stadt Rietberg für die Großgemeinde ausgelobt. Das Land NRW stellte dafür jährlich 5.000 Euro als Preisgeld zur Verfügung. Engagement im Ehrenamt soll damit anerkennend gefördert werden. Das besteht auch weiterhin, nur nach 2024 und 2025 haben Rat und Verwaltung diese lobende Förderung eingestellt. Begründung: der Aufwand für die Organisation, Ausschreiben, auf Vorschläge warten, Preisträger durch Jury bestimmen, sei einfach zu groß und mit rund 2.000 Euro Verwaltungskosten zu teuer. Im Rahmen notwendiger Haushaltskonsolidierung kippte das heimische Projekt. Dafür gab es nicht überall Verständnis, wurde doch das Ehrenamt von Rat und Bürgermeister immer in höchsten Tönen gelobt. So bot der Heimatverein Rietberg, ein Preisträger 2024, an, die genannte teure Organisation unentgeltlich zu übernehmen, um den geschätzten Wettbewerb zu retten. Das wurde jedoch abgelehnt. Deshalb beschloss der Verein einen eigenen Preis zu kreieren, den „Käthe Herbort Heimatpreis“. In Erinnerung an die verdiente Rietberger Ehrenbürgerin, Erste Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Rietberger Heimatvereins. Der Preis wird zunächst nur für die Kernstadt Rietberg ausgeschrieben, ist im Vergleich zum Vorgänger eine Art Light-Version. „Wir wollen erstmal starten und mit einem Preisgeld von 1.000 Euro die Würdigung des Ehrenamtes aufrecht erhalten“, sind sich die beiden Vorsitzenden Günter Höppner und Wolfgang Stroop einig. Drei Preisträger werden geehrt mit 200, 300 und 500 Euro am 16. Januar 2027 anlässlich des Neujahrsempfang im Heimathaus. Bewerbungen oder Vorschläge von Gruppen, Einzelpersonen dazu werden bis zum 31. Dezember angenommen. Diese können schriftlich, telefonisch oder persönlich zum Heimatverein kommen.
Jetzt neu: Käthe Herbort Heimatpreis
Heimatverein Rietberg wird aktiv nach Ende des alten Wettbewerbs
