Houston hat kein Problem: Oaklane Boyz auf WM-Mission

Druffel goes Texas – ein besonderes Fußball-Abenteuer in den USA – Reisekasse zahlte sich aus

Druffel/Houston (ap). Vom 13. bis 18. Juni 2026 erlebten neun fußballbegeisterte Freunde einen Traum, auf den sie mehr als dreieinhalb Jahre hingearbeitet hatten. Als die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes Turnierspiel bei der Weltmeisterschaft 2026 gegen Curacao bestritt, waren die „Oaklane Boyz“ live dabei und bejubelten sieben Treffer.

Die neunköpfige Reisegruppe aus Druffel – bestehend aus Jens Himmeldirk, Alexander Kuhn, Bastian Wiesbrock, Dennis Gröne, Maik Ebbesmeier, Michael Eusterbrock, Thomas Wapelhorst, Thomas Trendelbernd und Björn Husse – hatte auf diesen besonderen Moment lange hingefiebert.

Bereits vor dreieinhalb Jahren gründeten die Freunde ihre eigene Reisekasse. Monat für Monat zahlte jeder Teilnehmer 50 Euro ein. Das Ziel: Gemeinsam die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in den USA unterstützen. Mit Erfolg.

Die begehrten Eintrittskarten erhielten die Fußballfans, die dazu ihren eigenen Fanclub gründeten über den DFB-Fanclub. Mit rund 155 Euro pro Ticket erwischte die Gruppe ein vergleichsweise günstiges Angebot. Hinzu kamen etwa 500 Euro für vier Hotelübernachtungen sowie rund 1.000 Euro für die Flüge nach Nordamerika.

Auch wenn viele Fans die komplette Vorrunde oder sogar das gesamte Turnier begleiten, konzentrierte sich die Reise der Oaklane Boyz auf das Vorrundenspiel in Houston. „Wir haben hier unglaublich viele Fußballfans aus aller Welt getroffen und tolle Gespräche geführt“, berichtet die Gruppe. Die internationale Fußballgemeinschaft machte die Reise auch abseits des Stadions zu einem besonderen Erlebnis.

Der absolute Höhepunkt wartete jedoch im Stadion. Die beeindruckende Atmosphäre, die riesigen Videowände und die perfekte Inszenierung sorgten für Begeisterung. „So etwas haben wir alle noch nicht erlebt! “ Besonders emotional wurde es bei der deutschen Nationalhymne. „Da hatte ich wirklich Gänsehaut“, berichtet Jens Himmeldirk.

Beeindruckend waren allerdings nicht nur die Dimensionen des Stadions, sondern auch die Preise. Für ein Bier mussten die Fans umgerechnet rund 18 Euro bezahlen – ein Preis, der bei einigen für ungläubiges Kopfschütteln sorgte. Nicht umsonst wird oft von der teuersten WM aller Zeiten gesprochen.

Die eigens gegründeten „Oaklane Boyz“ genossen dennoch jede Minute ihres Fußballabenteuers. Nach dem überzeugenden Auftritt der deutschen Mannschaft, die einen 7:1-Sieg erzielte, herrscht in der Gruppe großer Optimismus. „Nach dem Spiel sind wir uns sicher: Deutschland kommt mindestens ins Finale“, lautet die gemeinsame Einschätzung. Und mit einem Augenzwinkern ergänzen sie: „Vielleicht müssen wir dann doch noch einmal nach Tickets schauen.“

Eines steht bereits jetzt fest: Die Reise wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Fotos: privat