Es ist gerichtet – Pfarrei baut für die Zukunft

Pfarrheim Richtfest mit vielen Gästen und Perspektiven im kirchlichen Raum

 In schwindelnder Höhe kündete Pfarrer Andreas Zander den bedeutenden Moment an und bat die Zimmerleute in ihrer Kluft jetz

Rietberg (dg). Prächtig und massiv strahlt der Rohbau im Zentrum neben Kirche und Rathaus. Am Freitag, dem 24. Juli, wehte um 18 Uhr ein bunter Richtkranz auf der Giebelspitze, äußeres Zeichen für ein zünftiges, traditionelles Richtfest. Pfarrer Zander begrüßte die Gäste und freute sich über das große Interesse. Sein Gruß galt weiter Abordnungen der Handwerker, Ehrengästen sowie vielen Haupt-und Ehrenamtlichen. Lange Planungsphasen begleiten das Objekt bisher, bedingt auch durch die radikale Neuordnung im Erzbistum. Doch lokal waren eine Menge Aufgaben zu lösen, die Verzögerungen mit sich brachten. Zentrale Leitungen zum Rathaus mussten verlegt werden. Archäologen, die nichts fanden, waren aktiv. Nachbargebäude mussten geschützt werden.  Danach konnte im Juni 2025 mit Abriss und Neubau begonnen werden. Pfarrer Zander, Hans Pietzonka (Kirchenvorstand) und vom Rat der Pfarreien, Jürgen Lütkehellweg, gaben einen kurzen Überblick darüber. „Die kath. Kirche bleibt mitten in Rietberg präsent“. Mit dieser wichtigen Botschaft segnete Pfarrer Zander in einer kleinen Andacht das neue Gemeindehaus, dass vielleicht bald  „Johanneum“ heißt. Dann gehörte die Aufmerksamkeit den beiden Zimmerleuten auf dem Dach. Stilecht und in Tradition getränkt trugen sie den gereimten Richtspruch vor, der zwischen den Strophen durch rhythmischen Hammerschlag und mit einem gemeinsamen „Juchu“ aller Anwesenden ergänzt wurde. Zum Schluss erklang feierlich ein „Großer Gott wir loben dich“. Die Zimmerleute hatten es in ihrem Vortrag gefordert. Der Bauherr möge den Handwerkern gutes Trinkgeld und ein kräftiges Mahl spendieren. Prompt war da an der Kirche mal was vorbereitet. Bei Leckerem vom Grill und kühlen Getränken lief das Richtfest bis zum Sonnenuntergang.

 Fotos: RSA/Rehling