Mastholte (ap). „Was ist mir an meinem Heimatort wichtig?“ Mit dieser Frage beschäftigten sich zwölf Kinder des dritten und vierten Jahrgangs der Rudolf-Bracht-Grundschule in Mastholte im Rahmen eines besonderen Kunstprojektes. Gemeinsam mit der Rietberger Künstlerin Karin Wolf gestalteten sie sechs Betonquader mit den Maßen 40 x 40 x 40 Zentimetern und verwandelten sie in farbenfrohe Mosaikkunstwerke, die nun das Außengelände des Schulhofes bereichern.
Begleitet von Frau Voß und Frau Freise-Schienstock machten sich die Kinder zunächst auf einen Spaziergang durch Mastholte. Dabei fotografierten sie mit ihren iPads Orte, Gebäude und Motive, die ihnen besonders am Herzen liegen. Aus den gesammelten Eindrücken entstanden Zeichnungen, die anschließend gemeinsam mit Karin Wolf für die Umsetzung in Mosaiken vorbereitet wurden. Mit viel Kreativität, handwerklichem Geschick und großer Präzision legten die Kinder ihre Motive zunächst in Pizzakartons mit kleinen Mosaiksteinen vor. Anschließend wurden die Steinchen auf die Betonquader übertragen, befestigt und verfugt. Entstanden ist eine vielfältige Sammlung ganz persönlicher Erinnerungen und Motive: von traditionellen Handwerkssymbolen wie Brot, Hufeisen, Schwein und Mehlsack über Blumen, Herzhänden und Naturlandschaften bis hin zu bekannten Mastholter Wahrzeichen. Dazu gehören unter anderem der Kirchturm der St.-Jakobus-Kirche, die Tür von Haus Lübbert sowie Brunnen und historische Gegenstände vom Heimathaus. Auch die Miniburg und der beliebte Kletterbaum am Pfarrheim durften natürlich nicht fehlen.
Das Projekt förderte nicht nur die individuellen künstlerischen und handwerklichen Begabungen der Kinder, sondern machte auch deutlich, wie unterschiedlich und persönlich Heimat wahrgenommen wird. Die witterungsbeständigen Kunstwerke sind sicher und ohne scharfe Kanten aufgestellt und lassen das Sonnenlicht auf ihren bunten Mosaikflächen reflektieren.
Möglich wurde das Projekt durch die finanzielle Unterstützung der Osthushenrich-Stiftung aus Gütersloh. Die sechs Kunstwerke haben ihren Platz dort gefunden, wo früher alte Schulhofbänke standen. So ist eine farbenfrohe Plauderecke entstanden, die zum Verweilen einlädt und zugleich ein Stück Mastholter Heimat auf dem Schulhof sichtbar macht. Die jungen Künstler sind stolz auf ihr gemeinsames Werk und freuen sich, dass ihre persönlichen Lieblingsmotive nun von allen bestaunt werden können.
Fotos: RSA/Peine




