Charismatisches Feuerwerk der handgemachten Musik

Patricia Vonne begeistert Publikum bei Wohnzimmer-Atmospähre – „Zoro“ im Gedächtnis

Rietberg (rdp). Wenn sich charismatisches Auftreten und sinnlich-feurige Stimme mit erstklassiger Gitarrenmusik vereint, und sich im „Hundertzwei“ eine Atmosphäre mit Wohnzimmerflair entwickelt, dann hat die texanische Sängerin Patricia Vonne ihre Spuren hinterlassen. Auf Einladung von „kulturig“ gastierte die Bluessängerin auf kleiner Bühne und verzauberte nicht nur durch Musik, sondern zog mit schauspielerischem Können ihr Publikum in ihren Bann. 

Patricia Vonne ist die Schwester von Kult-Regisseur Robert Rodriguez. Daher auch ihr Faible für Filme wie „Desperado“ oder „Sin City“, in denen sie mitspielte und auch in Rietberg einen Hauch als die „Dame mit der Zorro-Maske“ hinterließ. Mit Cowboy-Hut – aber ohne Maske – verzauberte sie nicht nur die Gitarren-Saiten, sondern beherrschte auch die knallroten Kastagnetten schlangenartig. Dazu betonte ihre Stimme eine Mischung aus mexikanischem Feuer mit texanischem Einfluss. Aber auch Rock’N Roll Flair – wie in ihrem zehnten Album „My Heart’s Got A Mind Of Its Own“ – kam nicht zu kurz. Die Band brachte die Frontfrau nicht nur in den Mittelpunkt, sondern setzte eigene Impulse: Robert LaRoche (Gitarre, Gesang), Harmen De Bresser (Bass, Background) und Bernhard Weichinger (Drums).

„Ich bin begeistert, obwohl ich selbst eigentlich eher eine Jazzerin bin“, freute sich Gastgeberin Anne Knaup über das zweite Konzert von „kulturig“ in ihren Räumen, und ergänzte: „Eine Sängerin mit viel Energie und großer Ausstrahlung.“ Musik spielt im Hause Knaup aber schon immer eine große Rolle. Denn Schwester Irene spielt selbst Saxophon in mehreren Formationen.

Ein musikalischer Abend für ein fachkundiges Publikum, das Zugaben herausforderte. Applaus gab es für eine Sängerin, die nicht nur das musikalische Handwerk bestens beherrschte, sondern sich auch beeindruckend in Szene setzte und mit persönlichen Ansprachen die Zuhörer erreichte – aber aus Überzeugung und Liebe zu einer vielfältigen Musik mit tiefen Wurzeln.

Fotos: RSA/Pfaff