Kreisgebiet. Eine mögliche Fusion der beiden Förderschulen Martinschule und Paul-Maar-Schule wird im Juni erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport stehen. Die Vertagung schlug Sandra Jürgenhake, Abteilungsleiterin Bildung, in der Ausschusssitzung am Donnerstag, 27. Juni vor, um alle zu beteiligen. Die Verwaltung hatte die Pläne mit einer Vorlage in den Ausschuss eingebracht: Mit Beginn des Schuljahres, zu dem ein neuer Schulstandort für die Martinschule in Betrieb genommen werden kann, werden die beiden Förderschulen nicht bloß räumlich, wie bereits bekannt, sondern auch organisatorisch fusionieren, so der Vorschlag.
Nach der Neuentwicklung einer Schule aus der Paul-Maar-Schule und der Martinschule wird der Schulbetrieb um vier Lerngruppen vergrößert. Das hat für den Schulträger den Vorteil, dass nur eine Schule zu verwalten ist. An der Martinschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Emotionale soziale Entwicklung in Rietberg können die Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse unterrichtet werden. Die Paul-Maar-Schule am Torfweg in Rietberg ist eine einzügige Primarschule, was den Schulbetrieb schon immer vor Herausforderungen bezüglich der Lehrerkräfteversorgung stellte.
Schon seit 2023 ist beschlossen, dass der Mietvertrag für die Martinschule vonseiten der Stadt Rietberg nicht verlängert wird. Der Grund ist der eigene Bedarf für eine Erweiterung der benachbarten städtischen Grundschule an den Kastanien. Daher wird zur jetzigen Zeit nach einem neuen Standort für die Martinschule gesucht.
Sobald die notwendigen politischen Beschlüsse vorliegen, wird die Verwaltung die Genehmigung zur Zusammenführung der beiden Schulen bei der Bezirksregierung Detmold beantragen.