Rietberg (dg). Als am Mittwoch, den 5. Februar, kurz nach 14.00 Uhr die Löschzüge Rietberg und Mastholte an der Industriestraße 26 eintrafen, stand die erste Halle schon im Vollbrand. Lodernde Flammen fanden blitzschnell Nahrung zwischen Papierbahnen, Gegenzugfolien, Klebstoffen. Produkte die Schubert für die Holz- und Möbelindustrie herstellt.
Extremste Hitzeentwicklung lies die Metallverkleidungen der Gebäude schmelzen, sodass Flammen übers Dach und Brandmauer fast zeitnah in der zweiten Halle zerstörerisch tobten. „Unsere Mitarbeiter konnten alle zum Glück unverletzt die Hallen verlassen“, schildert Gerit Blömer, Inhaber der Kurt Schubert GmbH, erleichtert im Gespräch mit dem RSA. Das Feuerinferno hat Einsatzleiter Dirk Settertobulte spontan erfolgreich eingeschätzt. Es galt für die Feuerwehr Bürogebäude und die große Lagerhalle mit wertvollem Materialinhalt zu retten. Löschzüge aus Neuenkirchen, Rheda-Wiedenbrück, Lintel und Westenholz wurden nachalarmiert. 150 Einsatzkräfte waren insgesamt zur Brandbekämpfung und Sicherung der genannten Gebäude vor Ort. Nötiges Löschwasser lieferten nahegelegene Hydranten sowie ein Teich im hinteren Firmengelände. Rietbergs Feuerwehrchef Matthias Setter begleitete, gemeinsam mit Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper, die Kameraden bei den massiven Löscharbeiten. Bürotrakt und Lagerhalle konnten vor den Flammen gerettet werden. Die Lage am Einsatzort entspannte sich. Gegen 17.30 Uhr konnten erste Löschzüge wieder abrücken. Bis 21.30 dauerte der Großeinsatz. Jedoch blieben noch 20 Kräfte vom Löschzug Rietberg zur Brandwache über Nacht auf dem Firmengelände. Aufflammende Glutnester galt es zu löschen. Das THW leuchtete den Einsatzort aus und DRK-Helfer versorgten die Mannschaft bei ihrer kräftezehrenden Löscharbeit mit Speisen und Getränken. Brandursache war Funkenflug bei Rollenschneidarbeiten von Zigarettenpapier. Der entstandene Schaden wird laut Inhaber auf 3,5 bis 4 Millionen Euro geschätzt. „Das der nicht höher ist, sei dem kämpferischen Einsatz der Feuerwehr zu verdanken, die Lager und Büro retten konnten“, äußert sich voller Anerkennung Schubert-Chef Gerit Blömer.
Fotos: RSA/Rehling