Rietberg (dg). Ihr Lebensweg ist beachtlich. Beide Eheleute kommen aus Ostpreußen. Im Bezirk Allenstein sind sie, nicht weit voneinander, geboren. Der grausame zweite Weltkrieg hinterließ in beiden Familien seine unauslöschlichen Spuren. So kamen dann Anna und Arnold auf getrennten Wegen in ihre neue ostwestfälische Heimat. Nahezu Mittellos, wie viele Menschen zu der Zeit. „Mit meiner Mutter und einer Tasche voll restlichem Eigentum, bin ich 1958 nach Rietberg gekommen“, erzählt Anna Reddig im Gespräch mit dem RSA. Ihr Ehemann Arnold lebte da schon seit 1950, zunächst bei einer Familie mit Bauernhof in dieser Gegend. 1958 fand Arnold Reddig Arbeit bei den Rietbergwerken. Bald lernte er seinen Freund Bruno kennen. Nachname Hinzmann und jüngster Bruder von Anna. Da schließt sich der Kreis. Noch im selben Jahre lernen sich Anna und Arnold kennen, verliebten sich und heirateten am 27. Februar 1960. Auch ein Karnevalswochenende, so wie jetzt beim Jubiläum. Sparsam, zielstrebig, fleißig und mit Gottvertrauen bauten sie ihr junges Leben auf. Erzählen heute noch berechtigt stolz, dass sie schon 1965 mit den kleinen Kindern Alois und Anita ins neue Eigenheim an der Breslauer Straße gezogen sind. Der Lebenssinn der Eltern prägte die Familie. Beide Kinder erhielten eine adäquate, individuelle Ausbildung und ein geliebtes Zuhause. Beruflich war Arnold Reddig bis zum Rentenalter 28 Jahre geschätzter Hausmeister der Rietberger Realschule. Die Kinder mit Partnern und vier Enkelkinder sind natürlich der ganze Stolz des Jubelpaares. Altersbedingte Freizeit- und Tagesbeschäftigung sowie ihren langen erfolgreichen Lebensweg genießen die Eheleute heute auf ihre Art. Im vertrauten Familienkreis feierten Anna und Arnold Reddig ihr besonderes Ehejubiläum, mit dem Wunsch noch länger verbunden zu bleiben.
Eiserne Hochzeit – 65 Jahre mit Gottes Segen
Anna und Arnold Reddig feiern gut gelaunt seltenes Ehejubiläum mit Kindern und Enkeln
