Dönekes, feiner Humor und Nachdenkliches für die Sinne

Steffi Neu und ihre Radiofreunde sorgen beim zweiten Besuch für Begeisterung beim Publikum

Rietberg (rdp). Wenn sich Radiokollegen in der Moderationspause „off-air“ etwas zu erzählen haben, und man zuhören darf, dann stehen Steffi Neu und ihre Radiofreunde auf der Bühne. Sie haben das, was so zwischendurch passiert, zum Programm gemacht – zu einem vergnüglichen, kurzweiligen Abend in der Cultura.

Frei nach dem Motto von Joachim Ringelnatz „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt“ ließen WDR2-Moderatorin Steffi Neu, Bundesligaexperte Sven Pistor, WDR-Arzt Doc Esser und Comedian René Steinberg sehr heiter, aber auch mit persönlichen Einblicken und Nachdenklichem ihr Publikum am Leben teilhaben. Wie war beispielsweise der Sommer: Während sich Pistor im Angeln versuchte, Esser sich verstärkt um seine Herzenssache „Obdachlose“ kümmern will, Neu ihre Silberne Hochzeit in Italien feierte, ging Steinberg ins Sauerland, um sein neues Programm in Stille zu schreiben. Schließlich verriet er auch, dass er 2028 solo wieder in der Cultura auftritt.

Sven Pistor ließ in Ausschnitten die Fußballer zu Worte kommen: die komischen, oft zweideutigen Redenskünste. Das Fußballwissen des Rietberger Publikums fragte er mit einem anspruchsvollen Quiz ab. Eine neue Hitliste mit falsch verstandenen Songtexten à la ‚Agathe Bauer‘ präsentierte Steffi Neu, die sich als Fan von Roland Kaiser outete, von dem sie eine Widmung im Poesiealbum hat. Eine der Stimmen des WDR-Weihnachtswunders bewies OWL-Liebe: „Das Weihnachtswunder in Paderborn war an Herzenswärme nicht zu übertreffen.“ Als Stimmenimitator drehte René Steinberg an der Politik und ließ die Stars wie Grönemeyer, Helge Schneider oder Udo Lindenberg mal Ministerämter übernehmen. Denn Steinberg monierte: „Die Politiker richten sich danach, wie komme ich an. Politik wird immer mehr zur Show.“

„Gesundheit fängt im Kopf an“, belegte Doc Esser an Beispielen von Studien und aus der Praxis. Man könne sich Resilienz antrainieren. Spiritualität oder Glauben würden Menschen auch positiv helfen, egal bei welcher Diagnose. Man müsse auch wieder lernen, mal dankbar zu sein. „Vielleicht sogar dankbar sein, dass man diesen Abend in der Cultura genossen hat.“