Seit 50 Jahren mit BAP unterwegs: der 75-jährige Wolfgang Niedecken. (Foto: RSA/Pfaff)
Rietberg (rdp). Generalprobe für das große Jubiläumskonzert im Kölner RheinEnergieStadion – ein schöneres Kompliment hätte Wolfgang Niedecken mit BAP der Cultura in Rietberg kaum geben können. Bewusst hatte sich die Kölner Band kleinere Locations ausgesucht, um sich für das Stadionkonzert am 10. Juli – zwei Tage nach Rietberg – anlässlich des 50-jährigen Bestehens von BAP in diesem Jahr aufzuwärmen. „Rietberg, ihr wart hervorragende Versuchskaninchen“, postete BAP nach dem „Warm Up“.
Es war ein persönliches Konzert, so wie damals in den Anfängen von BAP. Intim und ohne großen Firlefanz, dieses Versprechen hielten Niedecken und seine hervorragenden Musiker, die bestgelaunt fünf Jahrzehnte musikalische Revue passieren ließen. Das Publikum in der Cultura dankte ihnen, spiegelte in über drei Stunden Konzert wider, dass BAP-Texte auf kölsch auch mitgesungen werden können, Ohrwürmer und im Wechsel höchst nachdenkliche – auch zeitkritisch gebliebene – Song-Inhalte die Stärke von Niedecken, der mittlerweile auch die 75 erreicht hat, sind.
Aus dem großen Repertoire fehlte nichts: von „Kristallnach“ über „Verdamp lang her“, „Wahnsinn“, „Waschsalon“, „Autobahn“ blieb kein Wunsch offen. Niedecken blieb mit seiner Stimme unverwechselbar, und seine achtköpfige Band waren Könner ihrer Instrumente. Wobei sicherlich die vielseitige Anne De Wolff herauszuheben ist, die von Geige bis Flöte alles beherrschte. In Anlehnung eines Titels: „BAP, Du kannst zaubere“ auch nach fünfzig Jahren.
Ansonsten gehören zur Band noch: Werner Kopal, F. Johannes Goltz, Axel Müller, Benny Brown, Anne De Wolff, Michael Nass, Ulrich Rode und Sönke Reich.



































































