Ernstfall: Hemmungen nehmen und Sicherheit geben

Gemeinsamer Projekttag von Gesamtschule und Gymnasium „Leben retten in deinen Händen

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule und des Gymansiums beim gemeinsamen Projekttag „Leben retten in deinen Händenâ

Rietberg (rdp). „Den Schülerinnen und Schülern die Hemmungen nehmen und Sicherheit geben, um im Ernstfall Erste Hilfe leisten zu können“, beschreibt Dörte tom Suden, Projektleiterin und Lehrerin der Gesamtschule, das Ziel des gemeinschaftlichen Projekttags „Leben retten in deinen Händen“ der Richard-von-Weizäcker-Gesamtschule und des Gymnasiums Nepomucenum. Dieser Tag bildete den Abschluss der Ausbildung in der Laienreanimation und wurde unterstützt von den DRK-Ortsgruppen Mastholte und Delbrück sowie Notärzten und Notfallsanitätern vom Kreis Paderborn.

Gemeinsam sollen das Bewusstsein und Bereitschaft zur Ersten Hilfe – auch gerade zu fremden Personen – gestärkt werden. Der plötzliche Herz-Kreislaufstillstand ist die dritthäufigste Todesursache in Industrieländern. Das sei eine erschreckende Zahl. Daher werde schon frühzeitig europaweit durch den European Resuscitation Council (ERC) angestrebt, „Erste Hilfe“ in schulischen Lehrplänen zu verankern. „Das ist uns zum Glück dank der Unterstützung der Schulleitung und der Kollegen gelungen“, freut sich Dörte tom Suden, die selbst Schulsanitäterin ist und ehrenamtlich beim DRK-Mastholte mitarbeitet. In der Schule sei regelmäßiges Anwenden des Erste-Hilfe-Wissens für sie – wenn auch nie dramatisch – Alltag: Kreislaufbeschwerden, Schwindel, leichte Verletzungen oder Verstauchungen.

Lars Grotum, Projektleiter und Lehrer am Gymnasium, hob hervor, dass es gelungen sei, kompetente Partner für die Aktion zu finden. So war es möglich, an fünf unterschiedlichen Workshops zu Beatmung, Herz und Kreislauf, Wiederbelebung und Ausstattung Rettungswagen teilzunehmen. Dr. Christian Meyer, Notfallmediziner, war vom Engagement der Schulen begeistert, die den Projekttag vorbereitet hatten. Die Schülerinnen und Schüler gaben ein positives Feedback:  die vertrauensvolle Bereitschaft sei gewachsen, im Ernstfall Leben zu retten. Ebenso fand das Berufsfeld Rettungsdienst großes Interesse.Â