19 Platzverweise und weitere Ermittlungen in Rietberg

Rettungskräfte und Polizei ziehen dennoch eine erste zufriedenstellende Bilanz zu Altweiberfastnacht

Altweiber-Umzug Rietberg 2025. (Foto: RSA/Pfaff)

Polizei und Rettungskräfte zogen nach dem Altweiber-Straßenkarneval in Rietberg eine erste „zufriedene Bilanz“. (Foto: RSA/Pfaff)

 

 

Rietberg (rdp). Eine zufriedene Bilanz des ersten Tages des Straßenkarnevals – Altweiberfastnacht – konnten Polizei und Rettungskräfte in Rietberg bei überraschend herrlichem Nachmittagswetter ziehen. „Die Altweiberfeierlichkeiten im Kreis Gütersloh sind am Tag und auch in der Nacht aus polizeilicher Sicht ruhig verlaufen“, resümierte die Kreispolizei in Gütersloh. Die Umzüge in Rietberg, Harsewinkel und Schloß Holte-Stukenbrock hatte die Polizei mit starken Kräften begleitet.

Wie im Vorfeld angekündigt wurden bei allen Veranstaltungen verstärkt Personenkontrollen durchgeführt. Insbesondere sei dabei das bestehende Messerverbot überprüft worden, so die Polizei, die bei Kontrollen zwei Messer sicherstellen konnte. Diese Überprüfungen werden auch in den kommenden Tagen intensiv weitegeführt.

In Rietberg schätzt die Polizei die Besucherzahl auf 6500 Menschen – im Vergleich Schloß Holte-Stukenbrock (ca. 5000) und Harsewinkel (900). Vier Strafanzeigen stellten die Beamten in Rietberg aus. Ein 30-jähriger Verler war stark angetrunken, als er randalierend in einem Partyzelt auffiel. Als die Polizei eintraf, schubste er einen Beamten. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde der Mann in das Gütersloher Polizeigewahrsam gefahren.

Weiter sagt der Polizeibericht: Darüber hinaus wurden noch zwei Anzeigen aus dem Deliktsbereich Drogenkriminalität geschrieben und in Ermittlungsverfahren wegen einer Beleidigung auf sexueller Grundlage gefertigt. 19 Personen erhielten Platzverweise. In einem Fall gibt es den Verdacht, dass K.O.-Tropfen eingesetzt wurden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gibt es noch keine Bestätigung.

Auf ein eher ruhiges Einsatzgeschehen blickt auch das DRK Rietberg. „Das bewährte Einsatzkonzept wurde wie geplant umgesetzt und die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe, den städtischen Ordnungsbehörden und der Polizei verlief gewohnt reibungslos“, war Stefanie Merschbrock, Vorsitzende des DRK Ortsvereins, zufrieden. Unterstützt wurden die Rietberger aus Delbrück, Gütersloh, Halle, Herford, Langenberg, Lippstadt, Verl und Versmold. Bei der Kommunikations- und Funktechnik konnte sich das DRK auf die Unterstützung der Informations- und Kommunikationsgruppe des Kreises Gütersloh (luk) verlassen.

Stefanie Merschbrock: „Am Donnerstag haben wir die medizinische Absicherung mit 68 Helfern und zwei Notärzten sichergestellt.  An Hilfeleistungen waren für uns 52 Hilfeleistungen zu verbuchen, wovon ein Patient in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Alle weiteren Verletzungen und Erkrankungen waren minder schwer und konnten nach einer Versorgung durch uns nach Hause bzw. ins weitere Karnevalsgeschehen entlassen werden. Es wurden 8 alkoholisierte Personen behandelt.“

 

Die Einsatzkräfte des DRK beim Rietberger Karneval. (Foto: DRK)